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militärische Aspekte

Entscheidende militärische Satelliten-systeme sind, trocken zu husten, verwundbar, sagen Experten
 
Militärische Aspekte
Militär-Satelliten-Systeme einfach zu hacken

Starshield: SpaceX kündigt Satelliten-Technik für das Militär an
USA arbeiten an Kampfraumschiffen, die russische Satelliten zerstören können, warnt General
Angst vor Starlink: Wie Russland und China das Satelliteninternet ausschalten wollen

Space X sperrt Starlink-Dienste für ukrainische Drohnen und verstrickt
sich in Widersprüche<br />
Space-X-Präsidentin wirft der Ukraine einen Bruch der Vereinbarung vor.
Die Aussagen ihres Chefs Elon Musk lassen aber Zweifel an der
Darstellung aufkommen
aufkommen
Space X startet militärische
Jägersatelliten für den Krieg im All<br />
Während Space X in der Ukraine Satellitendienste einschränkt, kooperiert
das Unternehmen mit einem Start-up, das sich für den Krieg im Weltraum
vorbereitet
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Standard
Angst vor Starlink: Wie Russland und China das Satelliteninternet ausschalten wollen
Während Russland Empfangsgeräte mit Artillerie angreifen möchte, testet Chinas Führung Atomraketen gegen das Satellitennetzwerk


Hundewelpen ruhen sich neben einer Starlink-Schüssel aus. Das Foto entstand im Oktober nahe der kürzlich befreiten Stadt Lyman.

Foto: STRINGER, Reuters
Wer hat Angst vor Starlink? Der satellitengestützte Internetzugang aus dem Hause Space X ist zum wesentlichen Faktor auf den Schlachtfeldern der Ukraine geworden. Die Verteidiger dirigieren dank des Breitbandzugangs Drohnen, halten während des Gefechts die Kommunikation aufrecht und können selbst rasch und effizient Zieldaten etwa für die Artillerie austauschen. So soll Starlink viele Siege der Ukraine über die russischen Angreifer erst möglich gemacht haben: Wer den Datenstream auf seiner Seite hat, gewinnt Schlachten.

Doch Starlink hat einen Nachteil: Das Satellitensignal kann theoretisch geortet werden. Space-X-Chef Elon Musk selbst warnte bereits im März davor, dass russische Kräfte die Starlink-Antennen lokalisieren und gezielt aus der Luft angreifen könnte. Ein russisches Rüstungsunternehmen will nun ein derartiges System entwickelt haben. Die russische Waffenfabrik Sestroretsk behauptet, ein System entwickelt zu haben, das in der Lage ist, Starlink-Antennen auf eine Distanz von bis zu zehn Kilometern orten zu können.

Bärenklau auf "Tigr"-Fahrzeug
Das Borschtschewik genannte System ist nach dem gefährlichen Unkraut Bärenklau benannt. Es soll in der Lage sein, eine Starlink-Antenne auf fünf bis 60 Meter genau in einem 180-Grad-Winkel orten zu können. Außerdem soll das Gerät mobil sein und etwa auf das Dach eines russischen GAZ-2975-"Tigr"-Geländefahrzeugs passen. Die Stromversorgung erfolgt über die Batterie des Fahrzeugs. Auf der Herstellerwebsite werden diverse Einsatzszenarien erklärt. So soll etwa im urbanen Gebiet ein mit dem Borschtschewik ausgestatteter "Tigr" die Starlink-Schüssel orten und die Daten an die Artillerie weitergeben, die daraufhin das Ziel zerstören soll.

Ob das System überhaupt effektiv gegen Starlink-Dishes eingesetzt werden kann, ist noch unklar. Die Vorstellung des Borschtschewik erfolgte über den in Russland populären Telegram-Kanal "Die andere Seite der Medaille", einen Channel, der dem russischen Militär sowie den Söldnern der Wagner-Gruppe nahestehen dürfte. Laut einem kürzlich veröffentlichten Video soll Borschtschewik schon bald an den Frontlinien der Ukraine getestet werden.

Weltraumwaffen gegen Satelliten
Russland hat bereits in der Vergangenheit "Vergeltung" wegen des Einsatzes von "Weltraumtechnologien" in der Ukraine angekündigt, gemeint dürfte Starlink gewesen sein. Die russische Armee versucht seit dem Kriegsausbruch, gegen den Einsatz von Starlink vorzugehen. Dass Russland über die Möglichkeiten verfügt, hat Putins Reich im November des Vorjahres bewiesen. Die russischen Streitkräfte lenkten eine Rakete in einen stillgelegten russischen Satelliten – und zerstörte damit den künstlichen Himmelskörper völlig. Die Besatzung der ISS musste aufgrund der umherfliegenden Trümmer in ihren Landekapseln in Deckung gehen.

Dass Russland aber sämtliche Starlink-Satelliten mit Raketen aus dem Orbit schießt, scheint ein aussichtsloses Unterfangen zu sein: Aktuell sind 3.275 Satelliten der Mutterfirma Space X im Erdorbit. Laut russischen Medienberichten wären mindestens 4.000 Raketen erforderlich, und selbst diese Zahl wird in Militärkreisen angezweifelt – es gilt als unwahrscheinlich, das Russland tatsächlich über derartige Kapazitäten verfügt.

Auch in China wächst die Sorge, dass Starlink einen erheblichen Vorteil für westliche Streitkräfte darstellen könnte. Tatsächlich wird Starlink mittlerweile als Gefahr für die nationale Sicherheit Chinas eingestuft. Deshalb arbeitet die chinesische Volksbefreiungsarmee ebenfalls an Antisatellitenwaffen. Erst Ende Oktober simulierte ein Forschungsinstitut der chinesischen Streitkräfte einen atomaren Angriff auf das Satellitennetzwerk. In der Computersimulation wurde eine Zehn-Megatonnen-Bombe in einer Höhe von 80 Kilometern gezündet. Die dadurch entstehende radioaktive Trümmerwolke soll sich über eine Fläche von über 140.000 Quadratkilometer ausbreiten und Satelliten und Raumfahrzeuge lahmlegen, wie die "South China Morning Post" berichtet.

10.000 zusätzliche Terminals für die Ukraine
Während in Russland und China also an Maßnahmen gegen das Satellitennetzwerk gearbeitet wird, setzt die Ukraine in der Abwehr der russische Invasion weiter auf Starlink. So berichtet der stellvertretende Regierungschef und Digitalisierungsminister Mychajlo Fedorow, dass dank der Unterstützung von mehreren europäischen Staaten die Finanzierung für weitere 10.000 Starlink-Terminals gesichert werden konnte.

Die Ukraine erhielt laut Firmenchef Elon Musk zu Beginn der russischen Invasion rund 20.000 Starlink-Terminals. Im Oktober wurde bekannt, dass es zwischen Space X und der Ukraine kein Abkommen über die Bezahlung der Terminals gab, weshalb Musk erklärte, das Unternehmen könne Starlink nicht länger kostenlos zur Verfügung stellen. Musk forderte das US-Verteidigungsministerium auf, die Finanzierung zu übernehmen.

Welche europäischen Länder bei der Finanzierung der 10.000 Empfangsgeräte geholfen haben, legte Fedorow nicht offen. "Wir sind bereit, einen Monat lang ohne Strom zu leben, wobei zumindest ein Mobilfunknetz und Textnachrichten verfügbar sind", sagte Fedorow gegenüber Bloomberg und bezog sich damit auf Russlands Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. "In Bezug auf das Internet haben wir viele Starlinks, aber der entscheidende Punkt ist, dass wir eine Zusage für eine weitere Sendung erhalten haben, die zur Stabilisierung der Verbindung in kritischen Situationen verwendet wird", sagte er. Und: "Musk hat uns versichert, dass er die Ukraine weiterhin unterstützen wird." (Peter Zellinger, 22.12.2022)

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